Das war`s dann 2021…

Das war`s dann 2021…

 

Oh je die Zeit die rennt und auf einmal naht das Weihnachtsfest und der Rutsch ins neue Jahr. Die letzten Weihnachtsgeschenke werden besorgt und vor dem Fest die Kühlschränke und Vorratsräume ordentlich gefüllt. Die Wahl, mit welchem Gericht die liebe Familie beköstigt wird, kann tiefe Gräben in die Familien ziehen. Und auch über die ein oder andere Fehlplanung wurde im Hofladen schon herzlichst gelacht. Zu erinnern wäre an den jungen Mann, der an unserem traditionellen Geflügelverkauf den Unterschied zwischen einer Pute und einer Baby-Pute leider dahingehend erfahren musste, dass er und sein Backofen mit einem 16kg schweren Pute leider keine Freunde werden würden. Bei der Vorbestellung wies unser Team ihn natürlich auf den gravierenden Unterschied hin, dieser wurde aber nach mehrmaligen Telefonaten mit der Partnerin vehement abgestritten. Im Rezept würde schließlich „Puter“ und nicht „Baby-Pute“ stehen. Aber auch hier bekamen wir Hand an das Problem und nach kurzer Abstimmung mit unserem Geflügellieferanten Hörning konnte das Familienfest mit einer herkömmlichen Babypute gerettet werden.

Der Himmel über unserem leckeren Gemüse in Lamme

Man hört, hier ist immer viel los und ein Jahr rennt im Fluge an uns vorbei. Nehmen wir uns Zeit um das Jahr bei Papes Gemüsegarten nochmal Revue passieren zu lassen.

Gestartet sind wir mit einem bitterkalten Frühjahr. Pünktlich zum Geburtstag unseres Chefs Olaf war ein Sturmtief mit großen Schneemassen und Temperaturen unter 20 Grad Minus angesagt. Dafür mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. Zum Beispiel die Erdbeertunnel-Folien gerettet, alle Eingänge verbarrikadiert und Wasserhähne in sämtlichen Scheunen sowie Erntehelferwohnungen winterfest gemachten werden. Ein großer Blizzard zog also durch die Braunschweiger Lande. Die Kinder freute es sehr, der Rest war von den großen Schneemassen von über 45cm doch etwas „erschlagen“. Es kam sogar soweit, dass wir unseren Marktstand in Lamme aufgrund der Berge an Schnee schließen mussten und unser kompletter Tag nur daraus bestand, Herr über die weißen Massen zu werden. Nach einer Woche und einem Wetterumsturz von -24 Grad auf +19 Grad war die weiße Pracht dann aber doch schnell wieder weggeschmolzen. Schade, so ein Skihügel direkt vor der Haustür, war zumindest für die Kinder ein lustiges Spektakel.

Schnee-Malheur im Februar
Die Chefin Mareike erklimmt den Schneeberg auf dem Hof
Die Schneemassen an auf unseren Gewächshäusern

Doch das Wetter wollte und wollte nicht warm werden. Somit zog sich der Start für die diesjährige Spargelsaison zäh wie Kaugummi. Trotz unserer Spargelheizung an einer Biogasanlage in Rietze, starteten wir mit dem ersten Spargel erst am 5. April.  Etwa drei Wochen später als in den vorherigen Jahren. Aber bei 4 Grad und Nieselregen kommt niemand in Spargelstimmung. Den Verdruss ließen wir uns bei Papes Gemüsegarten jedoch nicht anmerken, voran geht es immer. Es blieb also ein bisschen mehr Zeit zur Vorbereitung. Das kam uns entgegen, denn in diesem Jahr wurde die erste Spargelsaison in unserer neuen Halle in Lamme gearbeitet. Vorab musste also komplett von Watenbüttel ins 7km entfernte Lamme „umgezogen“ werden. Wer einen normalen Wohnungsumzug kennt, kann sich vorstellen, dass der Transport eines gesamten landwirtschaftlichen Betriebes etwas größer ausfallen kann. Das Arbeiten in der neuen geräumigen Halle ist sehr angenehm. Dank neuer effizienterer Kühlmöglichkeiten, breiteren Wege zum Befahren sowie einem hellen angenehmen Klima sind wir dort jedem Spargel-„Ansturm“ gewappnet.

Unsere Halle mit Marktstand in Lamme

Froh waren wir darüber, dass wir in diesem Jahr weniger Probleme bei der Einreise unserer Erntehelfer hatten. Aufgrund der Corona-Pandemie gestaltete sich die Einreise im Vorjahr sehr schwierig. Mit einem durchdachten Corona-„Fahrplan“ in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Braunschweig, konnten unsere Mitarbeiter sicher anfangen zu arbeiten. Dennoch beschäftige auch uns die Pandemie sehr, das ständige Testen und Organisieren bedurfte erheblichen personellen Mehraufwand. Aber wem erzählt man das in solchen Zeiten. Wir waren jedenfalls froh, dass alles soweit lief. Neu in diesem Jahr war auch eine tägliche Beköstigung der kompletten Belegschaft durch einen Caterer. Sehr lecker, es gab gerade bei deftigen Gerichten reißenden Absatz und die Mittagspause konnte für ein Verdauungs-Schläfchen genutzt werden.

Endlich können wir Gemüse pflanzen

Dann startete unsere Erdbeersaison. Nach mehreren starken Nachfrösten während der Blüte und vielen durchzechten Nächten dank der Frostberegnung kam auch dort die Ernte in Wallung. Anfang Mai hielten wir die ersten Erdbeeren in unseren Händen. Von da an stiegen die Temperaturen schnell bis zu 38 Grad und die Erdbeeren reiften zügig nach. Dies hatte die kommenden drei Wochen zur Folge, dass wir große Not hatten, alle Felder rechtzeitig abzuernten. Viele Erdbeeren und große Wärme brachten das komplette Team ganz schön ins Schwitzen. Nach diesen wilden und heißen Wochen fielen die Temperaturen wieder und es wurde ein eher kühler und regnerischer Sommer. Das kam unseren Kulturen zu Gute: Bis auf einige sehr heiße Wochen in diesem Jahr bestand wenig Not unsere Kulturen zu beregnen.

Unser Erdbeerfeld in Bortfeld
Süße und saftige Erdbeeren an unseren Verkaufsständen

Im Juli gingen wir mit unserem mobilen Marktstand an den Start. Mit einem coolen neuen Konzept und einem großen Teil unseres Hofladen-Sortiments fahren wir jeden Dienstag- und Samstagnachmittag in die Steimker Gärten in Wolfsburg, sowie Montag- und Freitagnachmittag in die Marktstraße nach Lehre. Kommt uns doch mal besuchen! Außerdem feierten wir unser erstes kleines Beerenfest bei uns auf dem Hof. Mit Kinder-Bespaßung, kühlen Getränken und einer großen Kuchenauswahl hatten wir ein schönes Rund-um-Programm für Jung bis Alt.

Nach unserer Erdbeer- und Spargelsaison behauptet unser Chef immer, dass es bei uns im Betrieb etwas ruhiger wird. Weit gefehlt, nach der Saison ist vor der Saison. Es wurden kurze Zwischenstände erhoben, viele Teammeetings veranstaltet und gleich geguckt, was gut oder schlecht lief.

Unser neuer Fendt
Der große Traum von unserem Chef Olaf – ein Fendt 515

Auch in unserer Hofladen-Küche blieb es während der ganzen Zeit nicht ruhig. Kommt doch mal im Hofladen vorbei, wir haben viel ausprobiert und unser „Hausgemachtes“-Regal deutlich ausgeweitet. Neue Ideen kommen immer gut an und vorab darf im gesamten Team ordentlich probiert und schnabuliert werden.

Das erweiterte „Hausgemachtes“-Regal durfte dann im September in unsere Kürbisscheune einziehen. Von Mitte September bis Ende Oktober hatten unsere Besucher die Möglichkeit viel Dekorationen rund um den Kürbis, Essen und Trinken und eine tolles Rahmenprogramm für unsere Kleinen zu bestaunen. Der Ansturm war da und es war wie im Vorjahr unter den aktuellen Umständen eine, wie wir fingen, gelungene Alternative zu unserem Kürbisfest.

Ponyreiten an der Kürbisscheune
Unsere Maike führt die Kinder beim Ponyreiten
Deko in der Kürbisscheune
Unsere geschmückte Kürbisscheune

Zwei weitere Geburtstage haben wir im Oktober feiern dürfen. Zum einen ging vor genau einem Jahr unser Online-Shop auf der Homepage an den Start. Unser Gemüsekisten-Team hat seitdem viel zu tun, leistet großartige Dienste und liefert unsere Kisten einfach und unkompliziert an die Haustür unserer Kunden. Zum anderen feierten wir den dritten Geburtstag unseres Marktstandes in Lamme. Mit tollen Aktionen wurden unsere Kunden überrascht. Wahnsinn wie die Zeit vergeht und wie sich der Marktstand bis jetzt schon entwickelt hat.

Wir finden, bei uns ist ganz schön was passiert im letzten Jahr! Ein Besuch bei uns lohnt sich immer und wir hoffen, auch im nächsten Jahr viele bekannte und auch neue Kunden bei uns begrüßen zu dürfen. Wir danken einem tollen Team und schätzen jede Arbeit sehr wert! Nun sagen wir Danke für 2021, wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Rudolf und sein Engel
Rudolf und sein Engel bewachen den Hof

Mareike und Olaf Puls und das Papes Gemüsegarten-Team